Wanderwoche am Lechweg

Am 19. September machten sich 13 TeilnehmerInnen auf den Weg nach Österreich ins Lechtal, um den Lech auf seinem Weg von der Quelle bis nach Füssen zu begleiten. Nach der Ankunft im Hotel Föhrenhof war nach der langen Fahrt ein kleiner Rundgang um Stanzach angesagt.

Nach einem Besuch der Pfarrkirche folgten wir ein Stück dem Lech, durchstreiften ein Waldstück und wanderten vorbei an saftig grünen Wiesen.

Unsere 1. Etappe begann am Formarinsee, ein wunderschöner Hochgebirgssee auf 1793 m Höhe im Lechquellengebiet in der Naturparkregion Lechtal-Reutte. Vor uns lagen sieben Tages-Etappen, eine Strecke von über 120 km, entlang an einer der letzten Wildflusslandschaften Europas. Begleitet vom Plätschern des Wassers ging es über steinige, schmale Wege und kleine Holzstege abwärts. Es lohnte sich immer mal wieder stehenzubleiben und das herrliche Bergpanorama zu genießen. Erst als wir in den Wald eintauchten, konnten wir wieder auf schönen Waldwegen wandern. (Bild Formarinsee)

In den nächsten Tagen erwarteten uns noch weitere Höhepunkte. Nach Warth verließen wir das Hochgebirge, nach 400 Höhenmeter Abstieg ging es in das immer breiter werdende Lechtal. Vorbei am Griesbach Wasserfall, einer Kneippanlage konnten wir dann in Holzgau sehr schöne Häuserfassaden in der sogenannten Lüftlmalerei bewundern. Und dann: die Holzgauer Hängebrücke. 200,5 Meter lang. 110 Meter hoch. 1,30 Meter breit. Darunter die Höllenbachtalschlucht – „Hölle" trifft es tatsächlich ziemlich genau. Die Brücke wackelte mit jedem Schritt. Wer hier nervös war, war heilfroh, als er es endlich geschafft hatte.

Die Höhenwege dazwischen ließen den Lech von oben sichtbar werden – ein wildes, sich ständig veränderndes Flussbett, das sich durch die Landschaft wie ein silber- oder türkisfarbenes Band schlängelte, umrahmt von einer beeindruckenden Bergwelt. Die Lech-Auen öffneten sich danach wie ein grünes Wohnzimmer mit ihrer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt. Orte der Ruhe und Entspannung. In Pflach kletterten wir die 18 Meter des Vogelbeobachtungsturms in die Höhe und schauten hinab auf ein Mosaik aus Seen, Wasserarmen und Auwald – ein Vogelparadies.

Die letzte Etappe führte uns über schmale Waldpfade zum türkisfarbenen Alpsee mit Blick auf die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Hier lohnte es sich, Rast zu machen und das Panorama zu genießen. Dann ging es dem Ziel entgegen: der Lechfall. In 5 Stufen stürzen sich die Wassermassen etwa 12 m in die Tiefe und durchfließen eine enge Schlucht, die sich der Lech im Laufe von Jahrtausenden gegraben hat. Wir hatten es geschafft, hier endete unsere erlebnisreiche Weitwanderung.

Am Abreisetag führte uns eine letzte Wanderung auf den 1164 m hohen Baichlstein bei Stanzach. Mit einem letzten Blick auf den Lech, den Lechzopf und den Ort Stanzach nahmen wir Abschied von den Lechtaler Alpen. Die vielen Facetten des Lechs, die saftig grünen Wiesen, das herrliche Bergpanorama und auch die Herausforderungen des Weges werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Nächste Senioren Wanderung

Wir starten am 20.10.2026 unsere Tour in Fürth. Zunächst geht es vom Bahnhof durch den Ort und auf eine kleine Anhöhe zum Skulpturenweg. Wir wandern vorbei an einer Flugüberwachungsstation, Skulpturen und Wiesen und gehen ein Stück durch den Wald. Schlusseinkehr im Landgasthof "Zum Schleenhof":

Treffpunkt: 9.00 Uhr Bahnhof Dossenheim
Abfahrt: 9.10 Uhr Uhr RNV 5 Ri. Weinheim
Rückkehr: ca. 15.00 Uhr
Wir empfehlen Getränk und wetterfeste Kleidung, Überwiegend befestigte Wege.
Tourdaten: Gehzeit: 2:30 Std. , Länge: 9 km, 130 HM

Anmeldung: bis 13.10.26 über Kurabu

Begrenzte Teilnehmerzahl

Für Rückfragen bitte die Telefonnummer hinterlassen und angeben, ob eine Fahrkarte benötigt wird.

Neustadt – Burgruine Wolfsburg

Der Hinweg führt uns zunächst vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt von Neustadt. Zu Beginn führte uns der Weg durch die Fußgängerzone sowie die historische Altstadt bis zum Strohmarkt von Neustadt. Dann gingen wir durch einen Torbogen und stiegen den Haardter Treppenweg durch ein ruhiges Villenviertel recht steil nach oben auf eine Anhöhe mit tollem Ausblick über die Stadt.

Wir kamen vorbei an den Dr.-Welsch-Terrassen, einer historischen Anlage, die z.Zt. im Zug der Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2028 umfassend modernisiert werden.

Am Ende des Treppenweges wanderten wir weiter am Rande der Weinberge entlang bis an den Waldrand. Nun ging es weiter durch Kastanien- sowie Eichenwälder, die leider sehr unter der diesjährigen Trockenheit gelitten haben und dadurch recht viele der Bäume schon ihr vertrocknetes Laub abgeworfen haben.

Nach einiger Zeit erreichten wir unser eigentliches Ziel, die Burgruine Wolfsburg, welche natürlich hoch oben überm Tal thronte und man einen herrlichen Rundumblick genießen durfte.

Dort machten wir bei schönster Fernsicht über Neustadt und die Rheinebene bis rüber zum Odenwald und Kraichgau eine wohlverdiente Rast und wer wollte einen Rundgang durch die Burganlage. Die Sonne verwöhnte uns durchgehend mit angenehmen Temperaturen.

Nach dieser Pause kam für uns der Abstieg auf einem „Zickzackweg“, der wieder zurück nach Neustadt führte. Wir kamen durch die sehr hübsche Fußgängerzone, vorbei am recht großen und schön geschmückten Rathausplatz, durch verwinkelte Gässchen mit vielen Fachwerkhäusern zu unserem Endziel, einem wunderschönen Lokal mit selbstgebrautem Bier und natürlich Pfälzer Weinen und leckerstem Essen im Angebot, was alle Mitwanderer wieder mal sehr genießen konnten.

Danach blieb uns nur noch der Weg zum Bahnhof und…ab nach Hause.

Toll war es wieder mal für die zwar etwas kleinere als sonst, aber sehr harmonische Wandergruppe.

Die nächste Senioren-Wanderung findet am 20. Oktober 2026 statt und führt uns auf die Kunstwegrunde von Fürth. Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann schreibe eine E-Mail an wandern@tsg-germania.de. Wir nehmen Dich dann in unseren Mailverteiler auf und schicken Dir die Ausschreibung zu.

Zwingenberg-Melibokus-Auerbacher Schloss

Zunächst ging die Fahrt mit der Bahn nach Zwingenberg. Dort angekommen führte uns der Weg durch das wunderschöne Winzerstädtchen mit seiner malerischen Altstadt, die durch viel Fachwerk geprägt ist, hinein in die Weinberge. Dann stetig bergauf zu unserem ersten Ziel, dem Melibokus (517m), der höchsten Erhebung der vorderen Bergstraße.

Der Aufstieg durch den schattigen Wald zieht recht ordentlich an. Am Aussichtsturm oben angekommen wurden wir durch eine grandiose Fernsicht über die Rheinebene bis hin zum Pfälzerwald und dem Taunus belohnt.

Eine kurze Rast war angesagt mit der Möglichkeit uns zu stärken für den weiteren Weg. Dieser ging durch bewaldete Hänge und sanfte Täler hinüber zum Auerberg, auf welchem das Schloss Auerbach thront. Es ist eine der imposantesten und besterhaltenen Burgruinen der Region. Mächtige Schildmauern und Türme luden die Gruppe zum Erkunden der Anlage ein, was jeder für sich ausgiebig genießen konnte.

Vom Schloss Auerbach wanderten wir dann weiter über schönste Wege wie z.B. den Burgensteig oder den Auerbacher Schlossweg, immer mit Blick auf die Rebenlandschaft, zum Endziel in die Auerbacher Bachgass zur „Alten Dorfmühle“, wo wir im durch Bäume beschatteten Garten unsere Schlusseinkehr genießen konnten.

Aber das war nur ein sehr schöner Zwischenaufenthalt, denn wir wollten ja noch weiter bis nach Zwingenberg, unserem Start und Enziel, von wo aus uns die DB wieder nach Hause brachte.

Dieser Tag war echt erfüllt von Anstrengung, viel Sonnenschein, schönen Gesprächen und Lachen – was die Wanderungen in unseren Gruppen immer so abwechslungsreich und spannend machen. Wieder mal ein tolles Erlebnis, welches sicher noch lange nachhallt.

Die nächste Jedermann-Wanderung findet am 10. Oktober 2026 statt und führt uns nach „Zotzenbach auf einem Rundweg – Im Tal des Flussgottes“. Haben wir Dein Interesse geweckt?

Dann schreibe eine E-Mail an wandern@tsg-germania.de . Wir nehmen Dich dann in unseren Mailverteiler auf und schicken Dir die Ausschreibung zu.